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Maßstab 1 : 12 500 (1 cm im Modell entspricht 125 Metern)

Abmessungen der Platte 190 × 260 cm, d. h. 4,94 mm².
Die Platte entspricht einer Fläche von 23,75 km × 32,5 km, d. h. 772 km².
Das Modell stellt eine Fläche von 525 km² dar.

Die Höhenlinie im Modell liegt bei 2,9 mm, wobei dies 10 Höhenmetern entspricht. Das Modell ist 2,3mal überhöht. Die Gesamthöhe des Modells liegt bei 18 cm, bei einer völlig realistischen Darstellung würde sie lediglich bei 8 cm liegen. Die Modellüberhöhung wird üblicherweise zur Hervorhebung des Landschaftsreliefs angewendet.

Die erste (niedrigste) Höhenlinie liegt 450 Meter über dem Meeresspiegel. Im Modell ist sie zweimal zu finden, und zwar am Markplatz der Stadt Trhové Sviny (Schweinitz) und beim Zusammenfluss des Schweinitzbachs und des Strobnitzbachs. Die letzte (höchste) ist die Höhenlinie 1070, die dem Gipfel des Bergs Kamenec (Steinbergs, 1 072 Meter ü.d.M.) entspricht.

Die Summe der Höhenlinien liegt bei 63, wobei dies einer Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt der dargestellten Landschaft von 622 Metern entspricht.
Das Gesamtmodell besteht aus 890 einzelnen Höhenlinien. Angesichts der Tatsache, dass die ersten 13 Höhenlinien größer als die verwendeten Platten waren, und somit aus mehreren Teilen bestehen, wurden insgesamt 909 Furnierteile verwendet. Die größte Höhenlinie entspricht einer Höhe von 450 Metern ü.d.M. mit einer Fläche von 3,36 m², die kleinsten Höhenlinien sind in der Regel isolierte Höhenpunkte mit einer Fläche von ca. 20 mm2. Die kleinste Höhenlinie könnte man so in die größte Höhenlinie ca. 168 000 Mal projizieren.

Der Gesamtumfang der Höhenlinien im Modell ist in den Landkarten nicht digital gespeichert und daher war es äußerst schwierig diese Angaben zu ermitteln. Die physische Messung ergab ein interessantes Ergebnis. Beginnend mit der ersten, flächenmäßig größten Höhenlinie (450 Meter ü.d.M.) wird jede weitere Höhenlinie bezogen auf die Fläche geringer, aber im Hinblick auf den Umfang größer – bis zur Höhenlinie 610 Meter ü.d.M., die längste Höhenlinie im Gesamtmodell. Obwohl der Umfang der rechteckigen Modellplatte bei 9 Metern liegt, weisen die Höhenlinien einen Umfang von bis zu 15 Metern auf. Dies ist auf die erhebliche Gliederung des Geländes zurückzuführen, vor allem wegen der zahlreichen langen und schmalen Täler.
Der Gesamtumfang sämtlicher Höhenlinien im Modell liegt bei ungefähr 350 bis 400 Metern.
Das Modell wurde aus 28 Tafeln Pappelholzfurnier mit Abmessungen von 172 × 252 cm und einer Dicke von 2,9 mm gefertigt. Die Gesamtfläche der eingesetzten Furniere liegt bei 121 m², womit sie so einer Raumfläche mit Abmessungen von 12 × 10 Metern entspricht.
Für die Modellfertigung wurden 21 kg Klebstoff verwendet.
Das Gesamtgewicht des Modells liegt bei ca. 180 kg (das Eigengewicht des Modells entspricht ca. 120 kg).
Die Modellbeleuchtung wird durch eine speziell für das Modell gefertigte Bedienung sichergestellt. Die Leuchtdioden wurden von Hand hergestellt.


Vysoká, Foto: Jan Koželuh

Als Datenquelle wurde für das Modell die Landkarte des tschechischen Touristenklubs Nr. 74 „Gratzener Bergland“ im ursprünglichen Maßstab von 1 : 50 000 verwendet. Die Landkarte wurde um Darstellungen aus Landkarten der Regionen Kaplice (Kaplitz), Èeské Budìjovice (Budweis) und Tøeboò (Wittingau) ergänzt und viermal vergrößert. Die Landkarte wurde nicht verändert, also nicht idealisiert oder vereinfacht. Es wurden lediglich offensichtliche Mängel beseitigt. Des weiteren wurden der Damm des Žárský rybnik (Schorrer Teichs) und die fehlenden Höhenlinie Kamenec (Steinberg) und die Höhenlinie 1003 ergänzt.

Obwohl die Vorgehensweise bei der Anfertigung des Modells einfach zu sein scheint (Zerschneiden und Zusammenkleben der Furnierplatten), war sie tatsächlich insbesondere wegen der Größe und der erforderliche Genauigkeit äußerst kompliziert. Auch die bestmögliche verfügbare Technik reichte nicht aus, um die Ansprüchen an das Modell vollständig zu erfüllen. Nicht einmal professionelle italienische und deutsche Fräsmaschinen mit einer Drehzahl von 35 000 Umdrehungen pro Minute, die mit deutschen und amerikanischen Messern ausgestattet sind, konnten das Furnier in der erforderlichen Qualität beschneiden. Es war daher erforderlich, sämtliche Schnitte nachträglich manuell mit Schweizer Schleifmaterialien anzupassen. Es gab mehrere solcher Probleme. Obwohl sozusagen die weltweit verfügbare Technik zur Modellfertigung symbolisch zusammentraf (neben den erwähnten Geräten sind vor allem noch die Schneidmaschinenmesser aus Japan und der Kitt aus Belgien zu erwähnen), entfiel ein bedeutender Anteil schließlich auf tschechische Köpfe und Hände.

An der Fertigung des Modells wurden bis zum 15. 7. 2009 insgesamt 1 050 Stunden gearbeitet, davon entfallen ca. 100 Stunden auf die Qualitätssicherung, den Service und den Transport von Material und Hilfsmitteln. Die Fertigung des eigentlichen Modells nahm 950 Stunden in Anspruch. In dieser Stundenzahl sind weder die Fertigung des Tisches und des Bedienpults noch die Elektronisierung des Modells enthalten. Diese Leistungen wurden entweder von externen Lieferanten erbracht oder sie wurden erst nach dem Druck dieses Artikels umgesetzt.

Als positiv bewerte ich die Begeisterung, mit der die Mitarbeiter und Lieferanten am Werk waren. Überraschend war dies insbesondere bei den Großhändlern und den Vertretern der Großunternehmen. Obwohl es ihnen oft nicht gelang, die erforderlichen Materialien zu beschaffen, gehört ihnen ein Dank für ihr Bemühen. Von Vodòany (Wodnian) über Èeské Budìjovice (Budweis), Praha (Prag), Brno (Brünn) bis Opava (Troppau) – von überall kamen unsere Mitstreiter.

 Nachstehend sind die Grenzen des Modells beschrieben, beginnend mit der linken hinteren Ecke im Uhrzeigersinn::
  • Vyšné (Weißenbach), Gemeinde ungefähr in der Mitte zwischen Nové Hrady (Gratzen) und Èeské Velenice (Böhmisch-Wielands).
  • Staatsgrenze bei Vyšné (Weißenbach) – Dolní Dvoøištì (Unterhaid). Ca. 3 km hinter dem Kamenec (Steinberg) wird die Grenze auch durch die Maltsch gebildet..
  • Stromlauf der Maltsch von Dolní Dvoøištì (Unterhaid) über Kaplice (Kaplitz) zur Brücke bei Poøešín (Poreschin).
  • Straße von der Maltsch zu Besednice (Bessenitz) (Straße Nr. 146 Kaplitzer Bahnhof – Bessenitz).
  • Linker Nebenfluss des Keblanský potok (Gebleiner Bachs).
  • Keblanský potok (Gebleiner Bach).
  • Svinenský potok (Schweinitzbach).
  • Lokalstraße in Trhové Sviny (Schweinitz) vom Bach über den Marktplatz zur Straße nach Olešnice (Elexnitz).
  • Straße nach Bukvice (Bukwitz), Richtung Olešnice (Elexnitz).
  • Žárský potok (Schorrbach) von der Brücke in Bukvice (Bukwitz) bis zur Mündung in den Strobnitzbach.
  • Stromlauf des Strobnitzbachs über Petøíkov (Petersin) nach Tomkùv Mlýn (bei Jakule, Bahnhofstation Gratzen).
  • Straße zur Eisenbahn.
  • Eisenbahn über Jakule bis zur Station Vyšné (Weißenbach).
  • Straße Station Vyšné (Weißenbach) – Gemeinde Vyšné (Weißenbach)– Staatsgrenze.

Ein großer Dank gebührt insbesondere Hrn. Dipl.-Ing. Nosek und Hrn. Dipl.-Ing. Šedý von der Firma Trasa (Landkarten des tschechischen Touristenklubs), die für uns eine Landkarte preiswert anfertigten.

Eine große Hilfe war uns Herr Martin Švambera von der Tischlerei Trhové Sviny (Schweinitz). Er fertigte den Tisch, lieh uns mancherlei Hilfsmittel für die Gestaltung des Modells und seine Ratschläge waren uns immer eine große Hilfe. Oft hieß es aber zu Beginn, dass eine Umsetzung nicht möglich sei. Nach einem ersten Versuch musste Herr Švambera meist auch feststellen, dass er das entsprechende Ergebnis gleich von Beginn an vermutet hatte. Seine Autorität gab uns jedoch die erforderliche Ruhe. Allem Anschein nach hätte man es auch tatsächlich nicht viel besser machen können.


Gratzener Gebirge vom Westen, Foto: Milan Koželuh

Ein großer Dank gehört auch meiner Familie. Sie machte einen Teil unseres Hauses für das Modell frei und ertrug geduldig sechs Monate lang den Lärm der Fräsmaschinen, oft bis in die Nacht hinein und auch den allgegenwärtigen Staub. Und sie legte sogar auch selbst Hand ans Werk.

Mein Dank gehört auch der Projektmanagerin, Frau Mgr. Mirka Vlaèihová. Vor allem danke ich, dass sie meine Ideen nicht für verrückt hielt, sondern deren Umsetzung konsequent durchsetzte.

Ich bedanke mich bei allen.
Milan Koželuh

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